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SLOWAKEI - WISSENSWERTES ZUM WANDERN

Wissenswertes zum Wandern

Die Slowakei ist ein reines Gebirgsland, ein wahres Natur- und Wanderparadies und vor allem noch ursprünglich und im Ausland weitgehend unbekannt. Dies hat für den Besucher den Vorteil, dass dieser häufig noch unverfälschte Gastfreundschaft, lebendige Traditionen und viel unberührte Natur vorfindet. Kennt man von der Slowakei nur deren Hauptstadt Bratislava, erscheint das Land auf den ersten Blick nicht sehr gebirgig, denn hier dominiert noch die ungarische Tiefebene.


Doch schon direkt hinter Bratislava beginnt der mächtige Gebirgszug der Karpaten – eine Fortsetzung der Alpen. Die höchsten Gipfel des gesamten Karpatenbogens befinden sich in der Slowakei und in der Mittelslowakei bildet die riesige Niedere Tatra (nur dem Namen nach niedrig, denn Ihre Gipfel erreichen 2000m), die „Wirbelsäule“ der slowakischen Bergwelt, welche sich durch das Zentrum des Landes zieht. Die Niedere Tatra ist der „Schnittpunkt“ der meisten slowakischen Gebirge und bildet den größten und ursprünglichsten Naturraum des Landes. Unsere Empfehlung zum Wandern in ursprünglicher Natur und noch intakten Naturräumen, bei ausgezeichneter Infrastruktur und herzlicher Gastfreundschaft liegt eindeutig auf der Mittelslowakei – dem Herzen der Slowakei.

Das gesamte Land durchzieht ein dichtes, sehr gutes Netz markierter Wanderwege mit einer Gesamtlänge von über 13.000 KM. Ständig werden neue Wege markiert und interessante Lehrpfade angelegt, über welche Sie die Region sehr individuell erwandern können. Die Wanderwege sind rot, blau, grün und gelb markiert.

Die Entfernungsangaben auf den Wandermarkierungen sind nicht in Kilometern ausgewiesen, sondern zeigen durchschnittlichen Gehzeiten. Diese haben als Grundlage das Wandertempo eines normalen Durchschnittswanderers und beziehen sich immer – ACHTUNG: auf die reine Gehzeit, ohne Pausen, Fotostopps, etc.!

In den letzten Jahren wurden viele neue Radwege markiert. Radwege sind mit einem großen roten, blauen, grünen oder gelben C markiert. Die Farben haben die gleiche Bedeutung wie bei den Wanderwegen. Auf der Radmarkierung werden die Abstände in Kilometern angegeben. Die Radwege sind zum Teil asphaltiert, in Gebirgsregionen werden als Radwege häufig Forstwege benutzt.
Der längste slowakische Wanderweg ist der Weg der Helden des Slowakischen National Aufstandes, welcher in der Westslowakei auf dem Berg Bradlo beginnt und im Nordosten nach 767 km an der Grenze zu Polen am Duklapass endet. Die Fortsetzung dieses Weges ist die Štefánik – Magistrale, die in Richtung Westen durch die Kleinen Karpaten zur Donau führt. Beide Wege sind Bestandteile des europäischen Fernwanderwegs E8.

Die attraktivsten Wandergebiete und die höchsten bzw. vielfältigsten Gebirge sind die Hohe und Niedere Tatra, die West Tatra, die Weiße Tatra und die Große und Kleine Fatra und das Slowakische Erzgebirge mit dem UNESCO Biossphärenreservat Polana. Jedes dieser Gebirge befindet sich im mittleren und nördlichen Teil der Slowakei.

Aus Gründen des Naturschutzes und im Winter aufgrund von Lawinengefahr können Wanderwege gesperrt sein. Diese Sperrungen sind an den Wegen und in den Wanderkarten deutlich markiert und sollten unbedingt beachtet werden.

In einigen Teilen der Nationalparks müssen die Besucher ein geringes Eintrittsgeld bezahlen, womit die Wege und Sicherungsmittel instand gehalten werden. Dies gilt vor allem im Slowakischen Paradies oder im Tal Monkova Dolina in der Weißen Tatra.

Bergwachtversicherung

Eine sehr nützliche Sache sind die Versicherungen zur slowakischen Bergrettung. An vielen Stellen können Sie diese unkompliziert vor Ort abschließen und genießen für einen Tagespreis von ca. 0,50 € – 1,70 € eine umfassende und sinnvolle Bergrettungsversicherung. Diese Versicherung deckt die Einsatzkosten der Bergrettung bei einem Unfall in den Bergen und Sie müssen nicht mit Bargeld in Vorleistung treten oder beim Leistungsfall bürokratische Hürden überwinden. Die Alpenvereinsversicherung gilt natürlich auch in den slowakischen Bergen, hier ist aber meist bei einem Unfall eine Bezahlung in Bar erforderlich.

Bären

In den slowakischen Gebirgen leben mehrere hundert Braunbären. Der Bär ist ein scheues Tier, wenn er Menschen hört, geht er diesen in aller Regel aus dem Weg. Sollten Sie in Gebieten wandern wo Bären leben oder in Situationen kommen, wo Sie einen Bären vermuten, empfiehlt es sich miteinander zu reden bzw. Geräusche zu machen, so dass der Bär Ihre Position erkennt und sich entfernen kann. Bitte vermeiden Sie es stets Essensreste an Pausenplätzen zurück zu lassen oder gar Futter für Bären auszulegen. Wenn es zu einer Begegnung mit einem Bären kommt, sollten Sie an erster Stelle immer ruhig bleiben, nicht weiter auf den Bären zugehen oder diesen reizen und den Weg erst fortsetzen, wenn der Bär sich zurückgezogen hat.

Erfrischungsmöglichkeiten in den Bergen

Auf Wanderungen in den slowakischen Gebirgen bieten sich fast immer genügend Gelegenheiten für eine landestypische Einkehr in einer gemütlichen Berghütte oder einem Berghotel. Fast alle haben ganzjährig geöffnet und bieten ein reiches Angebot an Getränken, Speisen und Übernachtungsmöglichkeiten zu immer noch sehr guten Preisen. Zum typischen Berghüttenangebot gehört z.B. Knoblauch- und Sauerkrautsuppe, Gulasch, Germknödel, Bratwurst, Brimsennockerln und immer ein fantastischer Kräutertee. Viele Wanderwege führen entlang von Wasser- und Mineralquellen, wo Sie sich ihre Flaschen mit frischem Trinkwasser nachfüllen können.

Die beste Wanderzeit

Generell kann man sagen, dass die Slowakei ein Ganzjahreswandergebiet ist, da die Jahreszeiten noch sehr ausgeprägt sind und es sehr reizvoll ist die unterschiedlichen Jahreszeiten zu erleben. Jede Jahreszeit hat natürlich Vor- und Nachteile, welche wir Ihnen im Folgenden kurz erläutern möchten.

Frühlingsmonate

Die Frühlingsmonate sind eine besondere Empfehlung zum Wandern. Die Natur ist geprägt vom Erwachen der Wälder und Bergwiesen und überall merkt man wie sich alles der Sonne entgegenreckt. Alles grünt und blüht und gerade in den späten Frühlingsmonaten kommen Pflanzenliebhaber voll auf Ihre Kosten. Täglich wird es wärmer und die Tage werden spürbar länger. Man sollte dabei aber nie vergessen, dass es nachts auch noch empfindlich kühl wird und in den höheren Bergregionen sowie in schattigen Tälern noch Schnee liegen kann.

Vorteile: wenige Leute in den Bergen, in späterer Frühlingszeit blühen auf den Bergwiesen viele Blumen, nicht zu warm, sehr geringe Gewitterneigung

Nachteile: in höheren Lagen kann noch Schnee liegen, Seilbahnen fahren nicht täglich, kürzere Öffnungszeiten der Höhlen, Burgen, Schlösser, Museen etc., Wanderwege im Hochgebirge können aufgrund von Schnee noch gesperrt sein.

Sommermonate:

Die Sommermonate sind natürlichen die warmen Monate und die generelle Hauptwanderzeit. Alles steht in sattem Grün, die Tage sind am längsten und alle touristischen Einrichtungen sind am längsten geöffnet. In den Monaten Juli und August sind Ferien und man merkt, dass die Slowaken das Wandern lieben, denn es sind deutlich mehr Menschen unterwegs. Aber im Vergleich zu Wanderregionen in anderen Ländern kann man noch lange nicht von Massentourismus sprechen.

Vorteile: Anfang Sommer blühen viele Bergblumen, in den Ferienmonaten Juli und August fahren Seilbahnen täglich, gute Öffnungszeiten der Höhlen und anderen Sehenswürdigkeiten, viele Musik- und Folklorefestivals und andere kulturelle Veranstaltungen, viele Pilze und Waldbeeren

Nachteile: in slowakischen Ferienmonaten Juli und August mehr Wanderer unterwegs, größere Gewittergefahr, manchmal zu warm

Herbstmonate:

Für Viele – auch für uns und neben dem Frühjahr – die schönste Zeit zum Wandern. Gerade in der Mittelslowakei zeigt sich der Herbst von einer atemberaubenden Weise. Die Niedere Tatra und die angrenzenden Gebirge wie das UNESCO Biossphärenreservat Polana, die Große Fatra, die Kremnitzer und Stiavnicer Berge beeindruckenden mit einem überwältigenden Farbenspiel. Hinzu kommt, dass es eine relative stabile Hochdrucklage gibt und die Fernsichten fantastisch sind.

Vorteile: stabiles Wetter, weite Ausblicke, wenige Leute in Bergen

Nachteile: in höheren Lagen kann schon Schnee liegen, Seilbahnen fahren nicht mehr täglich, kürzere Öffnungszeiten der Höhlen und anderer Sehenswürdigkeiten

Wintermonate:

Die Wintermonate begeistern durch ein komplett anderes Bild der Landschaft. Tief verschneiten Berge, Wälder und Almen bieten ein unvergessliches Panorama und machen eine Winterwanderwoche in der Slowakei zu einem Highlight des Wanderns. Ideale Region zum Winterwandern ist die Niedere Tatra und deren angrenzende Gebirge.

Vorteile: in höheren Lagen oft Inversion , perfekte Ausblicke, Wandern kombinierbar mit Skifahren oder Langlaufen, alle Seilbahnen im Betrieb

Nachteile: während der Winterferien und slowakischen Frühjahrsferien von Mitte Februar bis Anfang März mehr Leute unterwegs, Höhlen sind geschlossen, Wanderwege in höheren Lagen sind teilweise gesperrt, Lawinengefahr gilt es immer zu beachten